Die multiple Persönlichkeit des Störers
Würde ein Designer dieses kleine, aber essentielle, grafische Element personifizieren, so würde er ihn vermutlich wie folgt beschreiben: Als Paradiesvogel ohne Gleichen wagt er einen bunten Auftritt in seiner (hoffentlich) stilvollen Umgebung. Egozentrisch schreit er nach Aufmerksamkeit, provoziert seinen Betrachter und forciert ihn - im besten Falle - zu agieren. Mit ambivalenten Gefühlen begegnet der Betrachter diesem Einzelgänger. Hasst man ihn, liebt man ihn oder empfindet man beides für ihn? Wie auch immer die persönliche Meinung über diesen Freigeist ausfällt, Fakt ist, dass man sich seiner kaum entziehen kann.
Wer kennt ihn nicht - unseren verhassten und gleichzeitig geliebten Störer? Hier ein kurzer Auszug über das Enfant terrible, das sich besonders gerne im E-Commerce-Habitat bewegt:
Der klassische “Preis-Störer”:
Als Klassiker ist dieser Störer in Onlineshops ein favorisiertes Stilmittel, um Preise hervorzuheben und auf den ersten Blick sichtbar zu machen. In Form und Farbe kann der Preis-Störer variieren, ruft aber immer dieselbe Aktion hervor; nämlich den Blick auf sich zu ziehen und den Betrachter visuell zu umgarnen.
Beispiele:
Der extravagante “Rabatt-Störer”:
Dieser Zeitgenosse liebt das Rampenlicht und stößt seinen Betrachter gerne vor den Kopf. Mit wenigen Worten und großen Prozentzeichen bewegt er den User, die Vielfalt vergünstigter Produkte zu durchstöbern und evtl. zu kaufen.
Beispiele:
Der verführerische “Aktionsstörer”:
Dies ist wohl das auffälligste Kind der Störer-Familie. Nach Aufmerksamkeit schreiend hält es sich dort auf, wo man es nicht ignorieren kann, z.B. im sichtbaren Bereich des Onlineshops oder in einem Aktionsteaser des Headersbereichs etc. Egal wo er sich befindet, er ist unübersehbar und subtil manipulativ, sodass er es oftmals schafft, den User zu einem Kauf zu bewegen. Schließlich sind Aktionen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes mit rabattierten Produkten ein verlockendes Angebot.
Beispiele:
Der facettenreiche “Tipp-Störer”:
Dieser Geselle trägt viele Gesichter und weist den potentiellen Käufer auf die Besonderheit eines Produkts hin. Produkte, die z.B. besonders trendy oder besonders günstig sind, werden gerne in Onlineshops mit diesem Störer versehen.
Beispiele:
Der schlichte “Neu-Störer”:
Anders als seine Geschwister fügt sich dieser Störer harmonisch in sein Umfeld ein. Zwar fällt er auf, doch ist sein Auftreten eher schlichterer Natur.
In Onlineshops wird er gerne für die Anküngidung neuer Ware verwendet, was oftmals die Reaktion hervorruft, nach neuen Produkten zu filtern und diese Auswahl zu durchsuchen.
Beispiele:
Der funktionale “Klick-mich-Störer”:
Als funktional und auffällig würde man diesen Störer beschreiben, der den User zu einer Aktion bewegt und hält, was er verspricht. In Onlineshops wird dieser Störer z.B. für Downloadlinks und Subscribtions usw. verwendet.
Beispiele:




















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