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People & Culture

Arbeiten, wo es am besten passt

Ein Gespräch mit drei Kolleg:innen

  • Anna Morawe 
    Webentwicklerin, seit 4 Jahren bei dotfly. Anna arbeitet zumeist von zu Hause.
  • Natalie Homann
    People & Culture Managerin, seit 4 Jahren bei dotfly. Natalie arbeitet in der Regel drei Tage von zu Hause und zwei Tage im Büro.
  • Paul Schulte
    Online Marketing Manager, seit 5 Jahren bei dotfly. Paul arbeitet zumeist im Büro.
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2023 haben 23,5 % aller Erwerbstätigen in Deutschland von zu Hause aus gearbeitet. Davon nutzen 13,2 % täglich oder mindestens die Hälfte der Arbeitszeit das Homeoffice. Weitere 10,4 % arbeiteten an weniger als der Hälfte der Arbeitstage von zu Hause aus. Der Anteil hat sich gegenüber dem „vor-Corona-Jahr“ fast verdoppelt (Quelle).

Unter dem Strich, so das Freiburger Öko-Institut, sind die CO2-Einsparungen durch Homeoffice im Bereich Mobilität dennoch enorm. Selbst, wenn 80 Prozent der Menschen ins Büro zurückkehren und nur 20 Prozent zu Hause arbeiten, könnten pro Jahr in Deutschland rund eine Million Tonnen Treibhausgase eingespart werden (23.03.2022).

 

Aber welche Auswirkungen hat die erhöhte Zahl an Mitarbeitenden im Homeoffice konkret?

Frage 1

Wie gestaltet ihr euren Arbeitsalltag?

Anna

Ich arbeite meist remote. Für mich ist Flexibilität das A und O. So kann ich mich besser auf meine Aufgaben konzentrieren und gleichzeitig private Termine leichter wahrnehmen. Wenn ich das Gefühl habe, den Tapetenwechsel zu brauchen, wechsle ich einfach das Setting – mal ein Café, mal in der Agentur. 

Natalie

Ich bin mindestens zwei Tage die Woche im Büro. Es gibt mir Struktur und ich genieße den Austausch mit den Kolleg:innen vor Ort. Die anderen Tage arbeite ich remote, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren.

Paul

Ich bin fast täglich im Büro. Ich schätze das direkte Miteinander und den klaren Arbeitsrhythmus. Natürlich könnte ich auch remote arbeiten, aber für mich ist das Büro der Ort, an dem ich am produktivsten bin.

Frage 2

Es gibt viele Unternehmen, die versuchen ihre Mitarbeitenden wieder mit „Return to office“-Maßnahmen aus dem Homeoffice zurück ins Büro zu holen. Eine weltweit angelegte Studie des Beratungsunternehmens JLL ergab, dass 33 % der befragten Unternehmen bereits eine Präsenzpflicht eingeführt haben. Was haltet ihr davon?

Anna

Ich frage mich oft, was denn die Beweggründe sind, dass Geschäftsführer:innen die Mitarbeitenden gerne wieder im Büro sehen möchten. Oft fühlt sich das so an, als wollten sie sich nur versichern, dass es sich auch lohnt, die Miete fürs Büro zu zahlen.

Natalie

Das Thema haben wir tatsächlich auch auf Ebene der Geschäftsführung diskutiert und schnell festgestellt, dass der „Remote-Ansatz“ besser zu uns passt. Auch in meiner Rolle im Bereich „People & Culture“ halte ich eigentlich nichts davon, Menschen ins Büro zu zwingen. Für uns bei dotfly. sind die Ergebnisse entscheidend und da sollte jede:r dort arbeiten, wo es für diese Person am besten funktioniert. Ich denke, dass unser Remote-First-Ansatz nicht nur Flexibilität fördert, sondern auch Raum schafft für vielfältige Arbeitsstile und unsere bunten Persönlichkeiten. 

Zudem haben wir auch während der Corona-Zeit Menschen aus anderen Städten rekrutiert und diese könnten dann auch gar nicht ins Büro kommen. Somit ist es für uns auch ein Wettbewerbsvorteil, wenn wir den Remote-First Ansatz weiterführen.

Frage 3

Was sind für euch die größten Vorteile dieses flexiblen Arbeitsmodells?

Anna

Die Freiheit, selbst zu entscheiden, von wo aus ich arbeite. Das gibt mir das Gefühl, wirklich meine eigene Chefin zu sein, und führt dazu, dass ich motivierter und kreativer bin. 

Natalie

Für mich ist der größte Vorteil die Balance zwischen Arbeit und Familie, Stichwort Vereinbarkeit. An den Tagen im Büro spreche ich durch meine Präsenz einfach mehr und unkonventioneller mit meinen Kolleg:innen. Ich erfahre dadurch viel besser wie die allgemeine Stimmung ist und was die Menschen beschäftigt. Das finde ich besonders in meiner Rolle wichtig. An den Tagen zu Hause kann ich konzentrierter arbeiten und bin flexibler, was meine Kinder angeht.

Paul

Es ist definitiv nicht für jeden das Gleiche. Aber gerade deshalb ist es so gut, dass wir die Wahl haben. Jeder kann seinen eigenen Weg finden. 

Frage 4

Wie wirkt sich das auf eure Zusammenarbeit im Team aus?

Anna

Wir nutzen viele digitale Tools, um in Kontakt zu bleiben. Das funktioniert super. Klar, manchmal fehlt der persönliche Austausch, aber durch regelmäßige Videocalls bleibt der Teamgeist erhalten. 

Natalie

Die Kombination aus persönlichen Meetings im Büro und digitalem Austausch ist ideal. 

Paul

Da ich meist im Büro bin, sehe ich viele Kolleg:innen regelmäßig. Das hilft mir, den Überblick zu behalten und spontan Feedback zu geben. Aber auch die, die remote arbeiten, sind dank der digitalen Kommunikation gut eingebunden. 

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Frage 5

Wie stellt ihr sicher, dass ihr produktiv bleibt, egal wo ihr arbeitet?

Ist Homeoffice weniger produktiv? Eine Stanford Studie beweist nun das Gegenteil. Ein Stanford Professor hat in einer zweijährigen Studie mit einem chinesischen Unternehmen herausgefunden, dass Homeoffice zu mehr Produktivität führt. Die Studie wurde mit einer chinesischen Reiseagentur von über 16.000 Mitarbeitern durchgeführt. 

Anna

Ich setze auf eine klare Tagesstruktur und feste Arbeitszeiten, auch wenn ich remote arbeite. Pausen sind wichtig, genauso wie ein fester Arbeitsplatz, sei es zu Hause oder im Café. 

Natalie

Ich plane meine Woche im Voraus und setze mir realistische Ziele. Die Tage im Büro helfen mir, den Fokus zu behalten und Projekte voranzutreiben, während ich an den Remote-Tagen die Flexibilität genieße. 

Paul

Für mich ist die Arbeitsumgebung entscheidend. Im Büro habe ich alle Ressourcen, die ich brauche und kann mich voll auf die Arbeit konzentrieren. Aber auch für die Kolleg:innen, die remote arbeiten, ist es wichtig, einen festen Arbeitsplatz zu haben, der Konzentration ermöglicht. 

Frage 6

Wie fördert ihr das soziale Miteinander in den Teams, besonders angesichts der Herausforderungen des Remote-Ansatzes?

Paul

In unseren täglichen Meetings bleibt auch immer Raum für kurze soziale Interaktionen, wo wir die Stimmung im Team abfragen und sicherstellen, dass es allen gut geht. Zusätzlich zu den von Natalie erwähnten Events nutzen wir das monatliche Budget für Teamevents, die rein dem sozialen Austausch dienen. Diese Aktivitäten, die oft teamübergreifend organisiert werden, sind eine großartige Möglichkeit, die Bindung im Team zu stärken. 

Anna

Wir haben während der Pandemie ein Freitagabend-Meeting eingeführt, bei dem wir uns zum lockeren Ausklang der Woche treffen. Das war ursprünglich aus der Not heraus entstanden, weil alle zu Hause bleiben mussten, aber es hat sich so bewährt, dass es bis heute auf freiwilliger Basis weitergeführt wird. Dabei geht es ausschließlich um private Gespräche, was ich sehr förderlich finde. 

Natalie

Wir organisieren mittlerweile dreimal im Jahr Events, bei denen sich alle Mitarbeitenden persönlich treffen, und jedes Team erhält monatlich ein Budget, das sie für gemeinsame Aktivitäten nutzen können – sei es für ein gemeinsames Essen oder einen Spieleabend. Zudem versuchen wir, durch regelmäßige Retrospektiven und Feedbackrunden das Teamgefühl zu stärken. Das fördert meiner Meinung nach auch das soziale Miteinander, weil man so regelmäßig reflektiert und Probleme offen anspricht. 

Frage 7

Wie organisiert ihr euch im Team, um effektiv zusammenzuarbeiten, wenn ihr an unterschiedlichen Orten seid?

Natalie

Wir haben feste Check-ins, bei denen wir den Status unserer Projekte besprechen. Dadurch ist jede:r informiert, und wir können schnell auf Herausforderungen reagieren, egal wo wir gerade arbeiten.

Paul

Ich finde, dass eine Mischung aus regelmäßigen Teammeetings und spontanen Absprachen den besten Überblick ermöglicht. So bleibt jede:r eingebunden und die Projekte laufen reibungslos. Wir nutzen verschiedene digitale Tools wie Projektmanagement-Software und Messenger-Dienste, um uns zu koordinieren. 

Frage 8

Wie unterstützt euch dotfly. dabei, dieses flexible Modell erfolgreich umzusetzen?

Anna

Die Agentur stellt uns die nötigen Tools zur Verfügung und vertraut darauf, dass wir unsere Arbeit selbstständig erledigen. Das gibt mir das Gefühl, wertgeschätzt zu werden.

Paul

Die Unterstützung durch die Agentur, sei es durch technische Ausstattung oder Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung, macht es möglich, dass jede:r seinen, bzw. ihren besten Arbeitsstil finden kann.

Natalie

Es ist schön zu wissen, dass die Agentur unser Arbeitsmodell unterstützt und flexibel reagiert, wenn sich unsere Bedürfnisse ändern. Diese Offenheit schafft ein positives Arbeitsumfeld.

Frage 9

dotfly. bietet uns die Möglichkeit der Workation. Nutzt ihr dies oder plant ihr eine Workation? Oder sagt ihr: Entweder Urlaub oder Arbeit?

Natalie

Wir haben festgestellt, dass viele Mitarbeitende den Wunsch haben, auch im Ausland zu arbeiten. Daher haben wir seit letztem März Workation eingeführt. Das wird recht häufig genutzt, und ich freue mich, dass es als echter Benefit wahrgenommen wird. Aus familiären Gründen habe ich es noch nicht im Ausland ausprobiert, aber ich finde es eine großartige Möglichkeit, Arbeit und Reisen zu verbinden.

Paul

Ich habe Workation bereits ausprobiert und für fünf Wochen aus Portugal gearbeitet. Es war eine unglaublich bereichernde Erfahrung, die ich sehr genossen habe. Für mich ist es ein großartiger Vorteil, den remote Arbeiten bietet, und ich finde, dass jeder Arbeitgeber, der so etwas anbietet, einen echten Mehrwert schafft.

Anna

Ich habe sowohl remote gearbeitet, zum Beispiel im Haus meiner Mutter, als auch Workation gemacht. Für längere Zeit wäre es für mich zu herausfordernd, da mir mein Bildschirm fehlt, aber für eine Woche im Ausland mit nur dem Laptop zu arbeiten, klappt gut. Insgesamt finde ich es eine flexible und sinnvolle Option.

Wir überlegen gerade sogar, ob wir als Team gemeinsam bei einer Kollegin eine Workation machen. Sie wohnt in der Nähe von Flensburg und deshalb sehen wir uns recht selten live. Das würde mir gefallen!

Natalie (ergänzend)

Aus Unternehmenssicht ist es wichtig, die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Wenn die Ergebnisse stimmen, sollte es grundsätzlich egal sein, wo diese erzielt werden. Wir setzen auf ‚remote first‘ und öffnen unseren Radius, anstatt Mitarbeitende ins Büro zu zwingen.

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