Model Context Protocol: Wie KI und Shop endlich miteinander sprechen
MCP (Model Context Protocol)
MCP (Model Context Protocol) ist der neue Standard dafür, wie KI-Systeme mit deinem Shop, deiner Datenbank oder deinem CMS sprechen. Wer das früh versteht, spart Aufwand und gewinnt einen echten Vorsprung.
Wissenswertes auf einen Blick
- MCP steht für Model Context Protocol: ein offener Standard von Anthropic (November 2024)
- MCP verbindet KI-Clients wie Claude Desktop, Cursor oder Continue.dev direkt mit externen Systemen
- Ohne MCP: Für jede Verbindung braucht man eine eigene Schnittstelle (aufwändig und fehleranfällig)
- Mit MCP: Eine einheitliche Schnittstelle reicht für viele Tools und Systeme
- Praxisbeispiel: dotfly. hat für Avisena Med einen Shopware Admin MCP-Server entwickelt
- Einsatzbereiche: Datenpflege, Analyse, Bulk-Operationen sind via natürlicher Sprache alle steuerbar
- MCP wird bereits von Microsoft, Google und OpenAI unterstützt
- Stand März 2026: über 10.000 aktive MCP-Server weltweit, 97 Millionen monatliche SDK-Downloads
- Sicherheit: Zugriffsrechte sind granular konfigurierbar, sodass die KI macht nur das, was sie darf
Was ist MCP und warum ist das jetzt relevant?
KI-Systeme wie Claude, ChatGPT oder Gemini sind beeindruckend, solange sie mit ihrem Trainingswissen arbeiten. Sobald sie aber auf echte, aktuelle Daten in deinem Shop zugreifen sollen, stoßen sie an ihre Grenzen. Jede Verbindung zu einem externen System musste bisher einzeln programmiert werden. Das ist teuer, aufwändig und schlecht wartbar.
Genau hier kommt MCP ins Spiel.
Das Model Context Protocol wurde im November 2024 von Anthropic als offener Standard veröffentlicht. Die Idee dahinter ist simpel: Statt für jedes KI-Modell und jedes externe System eine eigene Schnittstelle zu bauen, gibt es jetzt eine universelle Verbindungsschicht.
Stell dir USB-C vor: Egal welches Gerät du anschließt (Tastatur, Festplatte, Monitor) du brauchst nur einen Stecker. MCP macht dasselbe für KI und Unternehmenssysteme.
Warum das gerade jetzt so wichtig wird
Microsoft hat MCP am 19. Mai 2025 auf der Build-Konferenz nativ in Windows vorgestellt. Google und OpenAI haben den Standard ebenfalls übernommen. MCP entwickelt sich gerade zum Branchen-Standard für KI-Integrationen!
Seit Ende 2025 wird MCP im Rahmen einer breiteren Industrie-Initiative unter Beteiligung von Anthropic, OpenAI und weiteren Akteuren mit dem Ziel weiterentwickelt, Vendor-Lock-in zu vermeiden.
Wie funktioniert MCP technisch? (Einfach erklärt)
Keine Sorge, du musst kein:e Entwickler:in sein, um das zu verstehen.
MCP funktioniert nach einem simplen Prinzip: Es gibt einen Host (deine KI-Anwendung), einen Client (der Vermittler) und einen Server (dein externes System, z. B. dein Shopware-Shop).
Die KI fragt über den MCP-Client beim MCP-Server nach, zum Beispiel: Zeig mir alle Produkte mit einem Lagerbestand unter 5. Der Server fragt das System ab, gibt die Daten zurück, und die KI verarbeitet sie weiter. Das alles passiert in natürlicher Sprache. Kein manuelles Exportieren, kein SQL-Wissen nötig.
Ein erster MCP-Server ist technisch schnell aufgesetzt. Der eigentliche Aufwand liegt in der sauberen Integration in bestehende Workflows und der Absicherung des Zugriffs.
Was kann MCP im E-Commerce konkret leisten?
Hier wird es praktisch. Wer einen Shopware-Shop betreibt, kennt die Alltagssorgen: Produktbeschreibungen, die aktualisiert werden müssen. Preise, die angepasst werden sollen. Berichte, für die normalerweise jemand aus der IT angefragt werden muss.
Als Shopware Silver Partner arbeiten wir bei dotfly. seit Jahren eng mit Shopware zusammen und kennen die Plattform in der Tiefe. Genau deshalb wissen wir: Shopware bringt eine offene API mit, die sich hervorragend als Grundlage für einen MCP-Server eignet. Die Verbindung zwischen KI und Shopware ist damit kein Experiment mehr, sondern ein praxiserprobter Ansatz.
Mit einem MCP-Server lassen sich alltägliche Aufgaben direkt über eine KI-Oberfläche erledigen, ohne Datenbankabfragen und ohne Dev-Tickets:
- Stapelverarbeitung im Shopware-Admin für Nicht-Entwickler:innen
- KI-gestützte Anreicherung und Anpassung von Produktdaten
- Ad-hoc-Analyse von Shop-Daten ohne SQL-Kenntnisse
- Automatisierte Bestandswarnungen und Preisanpassungen
- SEO-Optimierung von Produktbeschreibungen direkt im System
Das klingt nach Zukunftsmusik? Wir haben es bereits umgesetzt.
dotfly. entwickelt MCP-Server für Avisena Med
Im Februar 2026 hat dotfly. für den Kunden Avisena Med einen Shopware Admin MCP-Server entwickelt und in Betrieb genommen. Das Ziel war klar: Administrative Aufgaben im Shopware-Backend sollten auch von Personen ohne Entwicklungs-Hintergrund per KI ausgeführt werden können.
Technisch haben wir einen Cloudflare Worker als Wrapper um den MCP-Server gebaut. Die Einbindung erfolgte über eine JSON-Konfiguration in eine KI-Umgebung (Claude Code). Über eine Rollen-Konfiguration in Shopware ist genau definiert, welche Aktionen der MCP-Server ausführen darf und welche nicht.
Das Ergebnis: Das Team bei Avisena Med kann heute ausgewählte administrative Aufgaben im Shopware-Backend über natürliche Sprache anstoßen, welches ein erster, funktionierender Schritt in Richtung LLM-gesteuerter Shop-Verwaltung ist.
Entwicklerin und KI-Expertin
bei dotfly.
"MCP ist kein Hype-Thema für Entwickler:innen. Es ist eine handfeste Infrastruktur-Entscheidung. Ähnlich wie damals die Frage, ob man eine API braucht. Wer das früh versteht, stellt die richtigen Fragen, bevor es alle tun."
Ist MCP sicher?
Eine berechtigte Frage. Schließlich geht es darum, einer KI Zugang zu deinen Systemen zu geben.
Grundsätzlich gilt: MCP ist so sicher wie du es konfigurierst. Das Protokoll sieht granulare Berechtigungen vor. Du definierst eine Rolle in deinem Shop-System, und der MCP-Server darf nur das tun, was diese Rolle erlaubt. Leserechte, Schreibrechte, bestimmte Produktkategorien sind alle steuerbar.
Unser Rat aus der Praxis: In der Praxis empfehlen wir, eine dedizierte Shopware-Integration mit eingeschränkten Rechten anzulegen, statt die Standard-Admin-Credentials zu verwenden. Was die KI tun darf, hängt direkt von den Rechten dieser Integration ab. Ein vollständiges Audit-Log ist aktuell nicht Teil des MCP-Standards selbst, kann aber auf Infrastruktur-Ebene ergänzt werden.
Was bedeutet das für dich als Entscheider:in?
Du musst MCP nicht selbst bauen. Aber du solltest wissen, dass es existiert und verstehen, was es für dein Business bedeutet.
Wenn dein Shop auf Shopware läuft oder auf einem anderen System mit offenem API ist ein MCP-Server heute technisch umsetzbar. Der Aufwand für die Ersteinrichtung ist überschaubar. Was danach kommt, ist echter Produktivitätsgewinn für dein Team.
Die spannende Frage ist nicht, ob du MCP einsetzt, sondern wann. Und wer das für dich sauber aufsetzt.
dotfly. kann das für dich übernehmen.
Wir entwickeln und implementieren MCP-Server für Shopware und andere E-Commerce-Systeme. Seit über 25 Jahren bauen wir digitale Lösungen für Unternehmen, die wachsen wollen.
Ruf uns an oder schreib uns: wir zeigen dir in einem ersten Gespräch, was in deinem Setup möglich ist.
Häufige Fragen zu MCP:
FAQ
MCP steht für Model Context Protocol. Es ist ein offener Standard, der KI-Modelle mit externen Systemen wie Shops, Datenbanken oder CRM-Tools über eine einheitliche Schnittstelle verbindet
MCP wurde von Anthropic entwickelt und im November 2024 als Open-Source-Standard veröffentlicht. Inzwischen wird MCP von Microsoft, Google und OpenAI unterstützt.
Ja. Es gibt bereits einen Shopware Admin MCP-Server, der sich über Cloudflare Workers betreiben lässt. dotfly. hat diesen Ansatz für Avisena Med umgesetzt und weiterentwickelt.
Für die Einrichtung ja, denn dafür ist ein:e erfahrene:r Entwickler:in nötig. Sobald der Server läuft, kannst du ihn ohne technisches Wissen über natürliche Sprache bedienen.
Nein. Auch kleine und mittelständische Shops profitieren, sobald regelmäßige Datenpflegeaufgaben anfallen. Der Einrichtungsaufwand ist einmalig und überschaubar.
Das hängt von Umfang und System ab. Wir geben dir im ersten Gespräch eine ehrliche Einschätzung, was für deinen konkreten Fall sinnvoll ist.
MCP ist noch ein junges Thema und spezialisierte Anbieter sind rar. dotfly. gehört zu den ersten Agenturen im deutschsprachigen Raum, die MCP-Server für E-Commerce-Systeme wie Shopware produktiv einsetzen. Als Shopware Silver Partner bringen wir dabei sowohl die KI-Kompetenz als auch das tiefe Plattform-Know-how mit.
Ja. Der Shopware Admin MCP-Server ist ein Open-Source-Projekt, das auf GitHub verfügbar ist. Er bildet die Grundlage für Integrationen wie die, die wir für Avisena Med umgesetzt haben. Wir entwickeln diesen Ansatz weiter und passen ihn an die individuellen Anforderungen unserer Kund:innen an.
Die Umsetzung läuft in drei Schritten: Eine OAuth-App wird im Shopware-Backend registriert und mit den nötigen Rechten ausgestattet. Dann wird ein MCP-Server aufgesetzt, bei dem wir einen Cloudflare Worker als Wrapper einsetzen. Zuletzt wird der Server in eine KI-Umgebung wie Claude Code eingebunden. Für die Ersteinrichtung solltest du als realistischen Aufwand etwa einen halben Tag Entwicklungszeit einplanen, danach läuft das System eigenständig.
MCP funktioniert mit allen Systemen, die eine offene API anbieten. Im E-Commerce ist Shopware besonders gut geeignet, weil die Admin API gut dokumentiert und stabil ist. Grundsätzlich lassen sich aber auch andere Shops, CRM-Systeme, ERP-Lösungen oder interne Datenbanken über MCP anbinden, sofern eine API vorhanden ist.