Unsere Klimabilanz – und was sie uns kostet
Die Richtung muss stimmen
Das Streben nach Nachhaltigkeit ist die Basis unseres gesamten unternehmerischen Handelns. Aus dem einzig wichtigen Grund: Es ist der richtige Weg, um gesellschaftliche Impulse zu setzen, Verantwortung zu übernehmen und so für einen lebenswerten Planeten zu kämpfen. Dementsprechend wollen wir Ideen digital erfolgreich machen, die für eine positive Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft stehen.
Wir alle haben uns auf den Weg gemacht
Unser gesamtes Team versucht, die Klimaziele tatkräftig voranzutreiben. Wir gehen gemeinsam auf Klima-Demos, machen uns auf Studien aufmerksam und beraten unsere Kund:innen in diese Richtung. Alle sind gefordert, mitzudenken. Und alle dürfen mitbestimmen. Denn wer das tut, identifiziert sich auch mit dem Ergebnis.
Achim Zimmermann
Stratege
Sandra Breuing
Projektmanagerin
Annette Benson
Office Managerin
Sashko Pejovski
Webentwickler
Lennart Syré
Webentwickler
Franziska Radek
Webentwicklerin
Leonie Walder
Projektmanagerin
Natalie Hohmann
People & Culture Managerin
Daniel Moritz
Webentwickler
Thorsten Brück
Stratege
Claus Biedermann
Geschäftsführer
Judith Ewald
UI Designerin
Andrea Freundlieb
Projektmanagerin
Lorenz an Mey
Webentwickler
Samira Dreßen
UX/UI Designerin
Corinna Günauer
UX/UI Designerin
Lupa
Happiness Manager
Shterion Gavalyov
Webentwickler
Linda Bühler
Corporate Communications Managerin
Thorsten Schirwon
IT Manager
Florian Wiegand
Webentwickler
Yuki
Chaos Consultant
Anna Morawe
Webentwicklerin
Franziska Coenen
Geschäftsführerin
Julius Veltmann
Webentwickler
Julia Motz
Designerin
Christine Schönberger
Webentwicklerin
Sandrina Reichel
UI Designerin
Iris Jirka
Webentwicklerin
Christian Bugiel
Online Marketing Manager
Tobias Müller
Webentwickler
Ina Neu
UX Strategin
Warum eine Klimabilanz?
Für das Jahr 2019 haben wir uns den Ist-Zustand genauer angeschaut und uns unseren eigenen Schadstoffausstoß genau angeguckt. Vieles davon konnten wir berechnen, einiges – wie z. B. den Energieverbrauch von Dienstleister:innen – nicht. Das hat uns geärgert, aber bei vielen Produkten und Dienstleistungen fehlt es an Transparenz, sodass deren Wert überhaupt nicht ermittelt werden kann.
Unsere Berechnungen sind der Ausgangspunkt, um Dinge anzugehen, die wir bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Denn wir wollen unseren Ausstoß in den Folgejahren verringern.
Was wir schon lange tun
Unserer Reise hin zur möglichst klimaneutralen Agentur begann vor über zehn Jahren. Ökostrom hatten wir schon 2010, aber wir haben noch mal einen Gang höher geschaltet und verzichten beim Agentureinkauf komplett auf tierische Produkte. Zudem bieten wir unseren Mitarbeitenden schon seit Jahren ein Jobticket an.
Was nach unserer Berechnung hinzugekommen ist
- ein Jobfahrrad für unsere Mitarbeitenden von Swapfiets
- eine IT-Ausstattung mit komplett aufbereiteten Gebraucht-Devices
- ein optimiertes Life-Cycle-Management der IT, damit Laptops und PCs so lange wie möglich zum Einsatz kommen
- die Kompensation von CO2-Emissionen zu dem vom Umweltbundesamt angesetzten Preis von 201 Euro/t.
- die Unterstützung nachhaltiger Projekte wie der MoorFutures-Initiative des Königsmoors in Schleswig-Holstein , um CO2-Emissionen zu kompensieren.
- nützliche Tipps auf unserem Blog, um auch andere Unternehmen anzuregen, den Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit im Office zu gehen.
Der Preis für unser Handeln
Klimabilanzen geben an, welcher Ausstoß von Kohlendioxid oder anderen Treibhausgasen auf bestimmte Aktivitäten zurückzuführen ist.
32,1 t CO2 haben wir als Agentur im Jahr 2019 produziert und zahlen dafür [Trommelwirbel] 485,- Euro. Das ist lächerlich gering. Ablasshandel 2.0 – nur günstiger.
Direkte Emissionen
Alle Emissionen der Dinge, die sich direkt im Besitz eines Unternehmens befinden – etwa ein eigener Heizkessel oder ein Firmenfuhrpark.
dotflys CO2-Fußabdruck: 0,00 t.
Indirekte Emissionen
Dieser Bereich umfasst Emissionen aus der Nutzung von Energie, die ein Unternehmen einkaufen muss – etwa der eigene Stromverbrauch, Wärme oder Kühlung.
dotflys CO2-Fußabdruck: 13,6 t.
Indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette
Dieser Bereich umfasst alle indirekt erzeugten Emissionen – und liegt meist nicht in der eigenen Verantwortung. Diese Emissionen müssen NICHT in der eigentlichen Bilanz erscheinen.
dotflys CO2-Fußabdruck: 18,5 t.
Fehlende Standards
Die meisten nutzen das Berechnungstool Greenhouse Gas Protocol. Die Informationen zu den Scopes 1 und 2 wird jedes Unternehmen nachweisen können. Aber bei den indirekten Emissionen, Scope 3, wird es interessant. Das sind etwa externe Dienstleister, gekaufte Rohstoffe, Logistik, Geschäftsreisen, die Anfahrten der Mitarbeitenden oder die Internetnutzung. Alles echte CO2-Monster, die nicht in der eigentlichen Bilanz auftauchen müssen.
Es tut weh, diese Posten bei der Klimabilanz mit einzurechnen, denn wir haben wenig Einfluss auf die externen Prozesse anderer Unternehmen. Aber ohne ehrliche Angaben verkommt die Klimabilanz zum Greenwashing.
Unsere größte Herausforderung waren und sind nach wir vor die fehlenden Standards für Klimabilanzen. Es fehlt auch an Vergleichbarkeit mit ähnlichen Unternehmen.
Es geht auf Kosten von Nerven und Transparenz
Daten über den CO2-Ausstoß bei Produktion und Transport von Büromöbeln oder IT-Geräten wie Laptops oder PCs sind aufwändig und kaum erhältlich – zumindest nicht ohne großen Ressourceneinsatz. Bei den IT-Devices hatten wir z. B. nur bei Dell Glück, die die Werte der gängigen Computer ausweisen.
Ansonsten waren wir auf uns allein gestellt und erfassten mit viel Fleißarbeit sämtliche Inhalte der Klimabilanz selbst. Das bedeutete, die Anfahrt der Mitarbeitenden ins Büro abzufragen, unsere Dienstleister:innen und Lieferant:innen abzutelefonieren bis hin zu Internetrecherchen und dem Erstellen dezidierter, angepasster Excel-Listen und -Formeln.
Es war viel Arbeit, die sich im Ergebnis aber für uns gelohnt hat.
Wir fordern
- Gültige Standards – auch für die Emissionen aus dem Scope 3, damit alle Unternehmen in der Lage sind, eine Klimabilanz zu erstellen und sich branchenübergreifend und weltweit vergleichen können.
- Eine öffentlich zugängliche Datenbank, die Emissions-Richtwerte für sämtliche Produkte und Dienstleistungen enthält.
- Den Aufbau einer globalen Institution (analog zur WHO oder dem IWF), die allgemeingültige Richtlinien definiert, festlegt und überwacht.
- Eine Regelung (Emissionen-Preisschild) für alle Unternehmen, ihre produzierten Produkte sowie erbrachte Dienstleistungen mit realistischen Angaben zu CO2-Ausstoß über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu versehen.
- Eine Pflicht für Unternehmen, sämtliche CO2-Emission auf Basis ihres reellen Schadenpotenzials finanziell zu kompensieren – Und zwar mit den wahren “Schadenskosten”. Das Umweltbundesamt berechnet einen Wert von mindestens 180€ pro Tonne, gängig sind pro Tonne ca 15 Euro
Inhaberin & Geschäftsführerin
dotfly.
„Zu 100 Prozent klimaneutral zu arbeiten, ist ohne Kompensation fast unmöglich. Und dennoch: Wir gehen diesen Weg! Es ist die einzig richtige Entscheidung, um eine lebenswerte Welt für die Zukunft zu schaffen.“